Was sind meine Ziele?
Nicht alles versprechen. Das Richtige machen.
Strausberg braucht nicht jedes Jahr neue Ideen. Unsere Stadt braucht Entscheidungen, Prioritäten und jemanden, der dafür Verantwortung übernimmt.
Ich kenne Strausberg als gebürtige Strausbergerin. Ich kenne die Perspektive von Unternehmen, Verwaltung von innen und die Herausforderungen im Gesundheitswesen. Und ich habe als Bürgermeisterin erlebt, was an der Spitze unserer Stadt tatsächlich entschieden und bewegt werden kann.
Diese Erfahrung prägt meine Ziele.
Ich werde nicht behaupten, dass eine Bürgermeisterin jedes Problem allein lösen kann. Aber ich werde auch nicht akzeptieren, dass „nicht zuständig“ das Ende einer Diskussion ist.
Zuhören. Abwägen. Entscheiden. Machen.
Wirtschaftsförderung beginnt bei denen, die schon hier sind.
Strausberg braucht eine starke wirtschaftliche Basis. Unsere Unternehmen, Handwerksbetriebe, Händler und Selbstständigen schaffen Arbeitsplätze, bilden aus, zahlen Steuern und engagieren sich für diese Stadt.
Deshalb ist für mich die Pflege bestehender Unternehmen genauso wichtig wie die Ansiedlung neuer.
Ich will den Unternehmerdialog weiterführen und Unternehmen verlässliche Ansprechpartner in der Verwaltung bieten. Wer investieren oder Arbeitsplätze schaffen will, braucht klare Aussagen statt einer Reise durch Zuständigkeiten.
Bei Vergaben sollen die rechtlichen Möglichkeiten so genutzt werden, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen aus unserer Region faire Chancen haben.
Eine Erhöhung der Gewerbesteuer ist für mich nicht die erste Antwort auf finanzielle Herausforderungen. Viel nachhaltiger ist es, unsere wirtschaftliche Basis zu stärken, Unternehmen zu halten und neue Wertschöpfung nach Strausberg zu holen.
Auch die Bundeswehr gehört als großer Arbeitgeber und Partner fest zu Strausberg.
Eine starke Wirtschaft ist für mich keine Überschrift im Wahlprogramm. Sie finanziert einen großen Teil dessen, was wir uns als Stadt leisten wollen.
Erst rechnen. Dann versprechen.
Strausberg kann nicht alles gleichzeitig finanzieren. Wer etwas anderes behauptet, ist nicht ehrlich.
Deshalb braucht unsere Stadt klare Prioritäten.
Bei Investitionen will ich nicht nur fragen, was ein Projekt heute kostet. Entscheidend sind auch Folgekosten, Personalbedarf, Energieverbrauch und die Frage, ob wir uns den Betrieb dauerhaft leisten können.
Fördermittel müssen konsequent genutzt werden. Aber ein Zuschuss macht ein Projekt nicht automatisch sinnvoll. Auch den Eigenanteil und die späteren Kosten zahlt am Ende die Stadt.
Zusätzliche finanzielle Spielräume will ich vor allem durch eine stärkere Wirtschaft, konsequente Fördermittelnutzung, eine kluge Bewirtschaftung städtischer Vermögenswerte und effizientere Strukturen schaffen.
Sparen allein ist keine Strategie. Aber Geld auszugeben, nur weil es verfügbar ist, auch nicht.
Solide Finanzen bedeuten für mich nicht Kaputtsparen. Sie bedeuten, sich auch morgen noch Entscheidungen leisten zu können.
Die Verwaltung ist für die Menschen da. Nicht umgekehrt.
Digitalisierung ist für mich kein Selbstzweck. Sie muss dafür sorgen, dass Dinge einfacher und schneller werden.
Ich will mehr Verwaltungsleistungen digital ermöglichen, interne Abläufe vereinfachen und Möglichkeiten wie Abholautomaten für Dokumente nutzen.
Gleichzeitig bleibt persönliche Erreichbarkeit wichtig. Wer Unterstützung braucht oder sein Anliegen lieber persönlich klärt, muss weiterhin einen Menschen erreichen können.
Gute Verwaltung braucht außerdem Führung: klare Verantwortlichkeiten, Vertrauen in die Mitarbeitenden und den Mut, Entscheidungen zu treffen.
Nicht auf jede Frage kann die Antwort Ja lauten. Aber ein Nein muss nachvollziehbar sein und Alternativen müssen geprüft werden.
Ein Rathaus muss nicht alles möglich machen können. Aber es sollte zuerst prüfen, was möglich ist.
Wohnungen ja. Wachstum um jeden Preis nein.
Strausberg braucht Wohnraum. Gleichzeitig sind die Flächen in unserer Stadt endlich.
Deshalb gilt für mich: Innenentwicklung vor neuer Flächeninanspruchnahme.
Vorhandene und bereits erschlossene Flächen müssen intelligent genutzt werden. Nachverdichtung kann sinnvoll sein, wenn sie zum Quartier passt und Infrastruktur, Grün, Wasserhaushalt und Lebensqualität mitgedacht werden.
Nicht jede freie Fläche muss bebaut werden.
Wir brauchen unterschiedliche Wohnungsgrößen für unterschiedliche Lebensphasen und Einkommen. Dazu gehören Familienwohnungen ebenso wie kleinere und barrierearme Wohnungen.
Wohnungstausch kann helfen, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen. Wer im Alter aus einer großen Wohnung in eine passende kleinere Wohnung wechseln möchte, sollte dafür ein realistisches Angebot bekommen.
Auch bei Modernisierungen brauchen wir Augenmaß. Hohe Standards helfen niemandem, wenn Wohnen anschließend unbezahlbar wird.
Und bei größeren Vorhaben gilt: Transparenz, bevor die Bagger rollen.
Stadtentwicklung beginnt für mich nicht mit der Frage: Wo können wir noch bauen? Sondern: Wie wollen wir morgen in Strausberg leben?
Ich will keinen Kulturkampf zwischen Auto, Fahrrad, Tram und Fußweg. Ich will, dass Menschen ankommen.
Strausberg braucht keine Verkehrspolitik gegen einzelne Verkehrsmittel.
Wir brauchen sichere Schulwege, vernünftige Gehwege, gute Radverbindungen, einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr und funktionierende Straßen.
Und wir brauchen Parkmöglichkeiten dort, wo Menschen tatsächlich auf das Auto angewiesen sind.
Dabei halte ich quartiersbezogene Lösungen für sinnvoller als pauschale Vorgaben für die gesamte Stadt. Hegermühle hat andere Anforderungen als die Altstadt, Strausberg Nord andere als Hohenstein.
Auch Ladeinfrastruktur für Elektromobilität soll sich am tatsächlichen Bedarf entwickeln. Ich möchte keine Symbolpolitik, sondern Lösungen, die genutzt werden.
Barrierefreiheit muss bei allen Verkehrsarten mitgedacht werden.
Mobilität ist dann gut organisiert, wenn Menschen über sie möglichst wenig nachdenken müssen.
Familienfreundlichkeit endet nicht an der Kitatür.
Gute Kitas, Horte und Schulen sind unverzichtbar. Aber Familien brauchen mehr: bezahlbaren Wohnraum, sichere Wege, Arbeitsplätze, Freizeitangebote und eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche gern aufwachsen.
Beim Übergang auf weiterführende Schulen müssen wir gemeinsam mit Landkreis und Schulamt dafür kämpfen, Strausberger Jugendlichen gute Perspektiven möglichst auch in ihrer eigenen Stadt zu ermöglichen.
Jugendliche brauchen außerdem Orte, an denen sie willkommen sind. Deshalb will ich Treffpunkte und ein Jugendcafé gemeinsam mit jungen Menschen entwickeln und ihre Beteiligung stärken.
Ich will nicht über Jugendliche reden, wenn wir auch mit ihnen reden können.
Eine Stadt, die junge Menschen halten möchte, muss ihnen früher zeigen, dass ihre Stimme zählt.
Selbstbestimmt leben darf keine Frage des Alters sein.
Strausberg wird älter. Darauf müssen wir uns einstellen, bevor aus vorhersehbaren Entwicklungen Probleme werden.
Wir brauchen barrierearme Wohnungen, sichere und gut begehbare Wege, erreichbare Haltestellen, Begegnungsorte und Angebote in den Quartieren.
Barrierefreiheit betrifft dabei nicht nur Senioren und Menschen mit Behinderung. Sie hilft Eltern mit Kinderwagen, Menschen nach einer Verletzung und letztlich uns allen.
Auch Inklusion möchte ich stärker im Alltag unserer Stadt verankern – auf Spielplätzen, bei Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen und bei Informationen.
Barrierefreiheit ist kein Extra. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wirklich alle dazugehören können.
Wer seine Freizeit für Strausberg gibt, sollte sie nicht mit unnötiger Bürokratie verbringen.
Vereine, Kultur, Feuerwehren, soziale Initiativen und engagierte Nachbarschaften machen Strausberg lebenswert.
Die Stadt sollte ihnen das Engagement erleichtern.
Bei wiederkehrenden Förderungen will ich prüfen, ob künftig nur noch Veränderungen gemeldet werden müssen, statt jedes Jahr dieselben Angaben neu einzureichen.
Ich möchte außerdem Vereine, Kultur, soziale Initiativen und Unternehmen stärker miteinander vernetzen.
Oft gibt es jemanden, der Unterstützung braucht, und jemanden, der gern unterstützen würde. Die Stadt kann beide zusammenbringen.
Ehrenamt braucht mehr als Dankesreden. Es braucht gute Bedingungen.
„Nicht zuständig“ bringt keinen Arzt nach Strausberg.
Die medizinische Versorgung ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre.
Eine Bürgermeisterin vergibt keine Arztsitze. Das werde ich auch nicht versprechen.
Aber eine Stadt kann Standortbedingungen verbessern, bei geeigneten Räumen unterstützen, Akteure zusammenbringen und ihre Interessen gegenüber Kassenärztlicher Vereinigung, Landkreis und Land deutlich vertreten.
Genau das will ich tun.
Dabei geht es um Hausärzte genauso wie um Kinder- und Fachärzte und um die langfristige Sicherung unserer medizinischen Strukturen.
Unser Krankenhaus ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung.
Ich arbeite selbst im Gesundheitswesen und kenne die Strukturen und Zuständigkeiten. Das hilft mir auch zu unterscheiden, wo die Stadt selbst handeln kann und wo sie hartnäckige Partner braucht.
Ich verspreche keine Ärzte auf Bestellung. Ich verspreche, dass Strausberg bei diesem Thema nicht Zuschauer bleibt.
Investieren heißt auch entscheiden, was zuerst kommt.
Straßen, Wege, Sportstätten, Schulen und öffentliche Einrichtungen konkurrieren um begrenzte finanzielle Mittel.
Deshalb müssen wir nach Bedarf und Dringlichkeit priorisieren.
Unsere Schwimmhalle und unser Freibad gehören für mich zur sozialen Infrastruktur Strausbergs und sollen erhalten bleiben.
Bei der Schwimmhalle müssen Sanierung und Neubau wirtschaftlich sauber verglichen werden. Dabei zählen nicht nur Baukosten, sondern auch Energieverbrauch, Betriebskosten und Fördermöglichkeiten.
Auch kleinere Maßnahmen dürfen dabei nicht untergehen.
Eine kaputte Gehwegplatte ist kein Millionenprojekt. Für jemanden mit Rollator kann sie trotzdem das wichtigste Infrastrukturproblem der Stadt sein.
Eine Stadt muss sich nicht nur gut entwickeln. Sie muss sich auch gut anfühlen.
Saubere öffentliche Räume, sichere Wege, funktionierende Beleuchtung und gepflegte Plätze gehören für mich zur Lebensqualität.
Hinweise müssen unkompliziert gemeldet werden können. Und Menschen sollten nachvollziehen können, was anschließend damit passiert.
Dazu brauchen wir ein gut aufgestelltes Ordnungsamt und eine enge Zusammenarbeit mit Polizei und weiteren Partnern.
Unsere freiwilligen Feuerwehren verdienen besondere Aufmerksamkeit. Wer für andere in den Einsatz geht, braucht moderne Technik, funktionierende Gerätehäuser und verlässliche Unterstützung.
Sicherheit beginnt lange bevor das Blaulicht angeht.
Klimaschutz muss man sehen können. Nicht nur nachlesen.
Für mich gehören Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität zusammen.
Bei städtischen Gebäuden können Energieeinsparungen beispielsweise gleichzeitig den Haushalt und das Klima entlasten.
Photovoltaik, energetische Maßnahmen, Hitzeschutz, Bäume und Grünflächen, Versickerung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser müssen bei Investitionen und Stadtentwicklung mitgedacht werden.
Das bereits beschlossene Klimamanagement soll Kompetenzen bündeln, Fördermittel erschließen und konkrete Projekte voranbringen.
Mein Maßstab ist nicht, wie viele Seiten ein Klimakonzept hat. Mein Maßstab ist, was sich dadurch in Strausberg tatsächlich verändert.
Beim Straussee reicht es nicht mehr, das Problem zu beschreiben.
Der Straussee gehört zur Identität unserer Stadt. Gleichzeitig reicht das Thema weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Kurzfristige Maßnahmen und die Entwicklung der Badeanstalt müssen deshalb ebenso verfolgt werden wie langfristige Lösungen für den regionalen Wasserhaushalt.
Dazu gehört für mich auch, eine regionale Klärwerkslösung mit moderner Reinigung und Wasserwiederverwendung ernsthaft weiterzuverfolgen.
Strausberg kann das nicht allein lösen. Wasserverband, Landkreis, Land und weitere Beteiligte müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Beim Wasser können wir uns weder Zuständigkeits-Pingpong noch weitere verlorene Jahre leisten.
Rathaus ist nicht gleich Innenstadt.
Hegermühle, Vorstadt, Nord, Gladowshöhe, Hohenstein, Ruhlsdorf und unsere Quartiere haben unterschiedliche Bedürfnisse.
Deshalb möchte ich regelmäßig vor Ort sein und nicht erst dann kommen, wenn irgendwo ein großes Projekt ansteht.
Manche Probleme kosten Millionen.
Andere brauchen Aufmerksamkeit, eine Entscheidung und jemanden, der sich kümmert.
Beides gehört für mich zum Bürgermeisteramt.
Kein Stadtteil darf das Gefühl haben, nur auf der Landkarte zu Strausberg zu gehören.
Erfahrung statt Versprechen.
Ich habe in Unternehmen Verantwortung getragen. Ich kenne Verwaltung von innen. Ich arbeite im Gesundheitswesen. Und ich habe erlebt, was es bedeutet, an der Spitze dieser Stadt Verantwortung zu übernehmen.
Diese Erfahrungen nehme ich mit ins Bürgermeisteramt.
Ich bin keiner Partei verpflichtet. Meine Entscheidungen müssen deshalb nicht zu einer Parteifarbe passen.
Sie müssen zu Strausberg passen.
Ich werde zuhören.
Ich werde abwägen.
Und ich werde entscheiden.
Denn Beteiligung ist wichtig. Diskussion auch.
Aber irgendwann muss jemand Verantwortung übernehmen und aus einem „Man müsste mal“ ein „Wir machen das jetzt“ machen.
Genau dafür kandidiere ich.
Meine Lieblingsorte in Strausberg
- © Julia Otto
- © Julia Otto
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