Was für mich spricht…
Liebe Strausbergerinnen und Strausberger,
Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen und hier zu Hause.
Aber Heimat allein qualifiziert niemanden für das Amt der Bürgermeisterin.
Was mich dafür qualifiziert, sind mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung in Wirtschaft, Unternehmensführung, Verwaltung und Gesundheitswesen. Seit über zehn Jahren trage ich Führungsverantwortung. Ich kenne Zahlen und Menschen, wirtschaftlichen Druck und öffentliche Strukturen. Ich weiß, wie man zuhört, unterschiedliche Interessen zusammenbringt und am Ende auch eine Entscheidung trifft.
Und ich kenne das Amt inzwischen nicht nur aus der Theorie.
Vier Wochen durfte ich Strausberg als Bürgermeisterin führen. Vier intensive Wochen, in denen ich mit Unternehmen, Vereinen, Verwaltung und vielen Menschen unserer Stadt im Austausch war, Entscheidungen getroffen und Verantwortung getragen habe.
Diese vier Wochen haben mir vor allem eines gezeigt:
Ich will diese Aufgabe. Und ich kann diese Aufgabe.
Am 23. Oktober 1980 wurde ich im Kreiskrankenhaus Strausberg geboren. Ich bin in Strausberg-Stadt aufgewachsen, wurde in der Vorstadt eingeschult und habe meinen Realschulabschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe in Hegermühle erworben.
Strausberg kenne ich deshalb nicht aus Akten, Statistiken oder einem Stadtplan.
Ich kenne diese Stadt als Kind, als Mutter, als Arbeitnehmerin, als Unternehmerin, aus der Verwaltung, aus dem Ehrenamt und inzwischen auch aus dem Bürgermeisterbüro.
Das ist für mich Heimat. Und gleichzeitig Verpflichtung.
Meine berufliche Laufbahn begann 1998 mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Märkisch-Oderland. Später arbeitete ich in der Firmenkundenbetreuung und begleitete Unternehmen und Existenzgründungen bei Finanzierungen und Investitionen.
2010 wechselte ich in ein Strausberger IT-Familienunternehmen. Aus der Verantwortung für Personal wurden Kommunikation und Vertrieb, später übernahm ich die Geschäftsführung.
Zehn Jahre Mittelstand haben mich geprägt.
Dort lernt man schnell: Eine gute Idee reicht nicht. Man braucht Menschen, die sie umsetzen, einen realistischen Blick auf Zahlen und den Mut, Entscheidungen zu treffen.
Genau diese wirtschaftliche Perspektive braucht auch eine Stadt.
Nach zehn Jahren Unternehmensführung wechselte ich bewusst die Perspektive und ging in die Stadtverwaltung Strausberg. In der Schulverwaltung und Sportförderung lernte ich kommunale Abläufe von innen kennen.
Ich weiß deshalb, was Verwaltung leisten kann. Ich weiß aber auch, wo Prozesse einfacher, schneller und verständlicher werden müssen.
Eine Verwaltung ist für mich kein Selbstzweck. Sie ist Dienstleisterin für die Menschen, Unternehmen und Vereine unserer Stadt.
Seit 2021 arbeite ich im Gesundheitswesen, zunächst als Verwaltungsleitung eines Krankenhauses und seit September 2022 als Kaufmännische Leiterin mit Prokura der Immanuel Klinik Märkische Schweiz.
Dort trage ich Verantwortung für Wirtschaftlichkeit, Strukturen und Mitarbeitende.
Gesundheitswesen bedeutet für mich jeden Tag, mit begrenzten Ressourcen gute Lösungen zu finden. Es bedeutet, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, Investitionen abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, ohne dabei aus dem Blick zu verlieren, worum es eigentlich geht: um Menschen.
Diese Verbindung aus Menschlichkeit und wirtschaftlicher Vernunft prägt meinen Führungsstil.
Ich arbeite gern im Team. Ich frage Menschen, die etwas besser wissen als ich. Ich halte unterschiedliche Meinungen aus.
Aber ich verstecke mich nicht hinter Arbeitsgruppen, Zuständigkeiten oder endlosen Abstimmungen.
Wer führt, muss irgendwann entscheiden.
Und wer entscheidet, muss erklären können, warum.
So habe ich Unternehmen geführt. So arbeite ich heute als Kaufmännische Leiterin. Und so möchte ich Strausberg führen.
Strausberg lebt von Menschen, die mehr tun als das, wozu sie verpflichtet sind.
Deshalb engagiere auch ich mich ehrenamtlich. Unter anderem als Revisorin im Förderverein des Theodor-Fontane-Gymnasiums und als stellvertretende Vorsitzende bei ANIMA e.V. – Leben mit Handicap.
Gerade dort erlebe ich, wie wichtig Teilhabe, Barrierefreiheit und ganz praktische Unterstützung im Alltag sind.
Diese Perspektive nehme ich mit.
Ich bin Ehefrau, Mutter von drei Kindern und Strausbergerin.
Unsere Familie kennt Kitas, Schulen, Sportvereine und viele ganz normale Herausforderungen des Alltags in dieser Stadt nicht aus Konzeptpapieren, sondern aus dem eigenen Leben.
Meine Eltern leben nebenan. Meine Kinder sind hier groß geworden. Unsere Familie ist hier verwurzelt.
Strausberg ist für mich deshalb kein Projekt für eine Amtszeit.
Es ist meine Stadt.
Weil Strausberg viel kann und weil ich überzeugt bin, dass noch mehr möglich ist.
Mit einer Verwaltung, die möglich macht.
Mit einer starken lokalen Wirtschaft.
Mit guten Bedingungen für Familien, Kinder und Jugendliche.
Mit Respekt vor denen, die unsere Stadt seit Jahrzehnten tragen.
Und mit einer Bürgermeisterin, die nicht nach Parteifarbe entscheidet, sondern danach, was für Strausberg richtig ist.
Ich trete parteilos an.
Ich bringe Erfahrung aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitswesen mit.
Ich habe Führung nicht nur gelernt, sondern viele Jahre gelebt.
Und ich habe bereits erlebt, was es bedeutet, Bürgermeisterin dieser Stadt zu sein.
Strausberg kenn‘ ich. Strausberg kann ich.
Und diesmal wissen Sie auch, warum.
- © Julia Otto
- © Julia Otto
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